Was ist Mobbing und was kann ich bei Mobbing tun?

Mobbing am Arbeitsplatz ist gekennzeichnet durch ein wiederholtes feindliches, herabwürdigendes, einschüchterndes, erniedrigendes oder beleidigendes Verhalten durch Kollegen oder Vorgesetzte. Häufig führt dies bei den Opfern zu seelischen Beeinträchtigungen und psychosomatischen Beschwerden. Eine Krankmeldung und sogar Schmerzensgeld sind daher möglich.

 

Wann liegt Mobbing vor?

Das rechtswidrige Gesamtverhalten muss über einen längeren Zeitraum bestehen, 2-3 Wochen genügen hierfür nicht.

 

Häufige Mobbingmittel sind Demütigung, Verbreitung falscher Tatsachen, Ausgrenzung und Isolierung, Zuweisung sinnloser oder unter dem Niveau liegender Arbeitsaufgaben, ständiges grundloses Herabwürdigen der Leistung, sexuelle oder rassistische Anspielungen sowie Verunsicherungen anhand von sachlichen aber nicht nachweisbaren Gründen.

 

Mobbing ist auch durch Vorgesetzte möglich.

 

Was kann ich bei Mobbing tun?

Für den Betroffenen gibt es eine ganze Reihe von rechtlichen Möglichkeiten, sich gegen das Mobbing zu wehren: Zunächst einmal hat der Betroffene die Möglichkeit, sich beim Arbeitgeber zu beschweren. Bleibt der gewünschte Erfolg aus, so kann der Arbeitgeber bzw. der mobbende Kollege auf Unterlassung in Anspruch genommen werden. Weiterhin ist eine Krankmeldung wegen Mobbing möglich. Außerdem kann Schadensersatz verlangt werden, z.B. im Hinblick auf entstandene Arztkosten. Die Rechtsprechung billigt in Mobbing-Fällen unter bestimmten Voraussetzungen auch Schmerzensgeldansprüche zu. Soweit die Durchsetzung dieser Ansprüche mit gerichtlicher Hilfe geschehen soll, stellt sich oft das Problem der Beweisführung. Den Betroffenen ist daher anzuraten, möglichst frühzeitig damit zu beginnen, ein "Mobbingtagebuch" zu führen. Auf diese Weise kann der Richter später nachlesen, was sich genau zugetragen hat.